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SeaMonkey-Composer

26.04.2026 | A. R. |

Screenshot von SeaMonkey-Composer

SeaMonkey (englisch für den Salinenkrebs) ist ein kombiniertes Internet-Suite-Tool (Browser, E-Mail-Client, Chat-Tool (Chatzilla), Adressbuch, HTML-Editor "Composer") und die erste Version 1.0 erschien am 30. Januar 2006.

Das SeaMonkey® Project (Anmerkung: Um rechtliche Klarheit zu schaffen und Verwechslungen zu vermeiden, wurde »SeaMonkey« offiziell als Marke (® = rechtlicher Namensschutz, kein technischer Bezug) registriert.) wurde ins Leben gerufen, nachdem Mozilla verkündet hatte, die Entwicklung der Mozilla Application Suite nicht mehr fortzuführen. Die Software basiert auf der Gecko-Engine (ist eine freie Browser-Engine, welches vor allem in den Produkten von Mozilla eingesetzt wird) und wird vom SeaMonkey Council als Open-Source-Projekt weiterentwickelt.

In diesem Artikel wird der integrierte WYSIWYG-Editor "Composer") hauptsächlich behandelt. Einige wichtige Features vom SeaMonkey-Composer sind dabei:

Der Editor SeaMonkey-Composer verfügt über wichtige Tastaturbefehle. Folgend nun die Tabelle mit einer kleinen Auswahl nützlicher Tastaturbefehle (Anfänger gerecht) für SeaMonkey-Composer:

Tastenkürzel SeaMonkey-Composer Tastaturbefehle
STRG + E Editor öffnen
STRG + K Link einfügen
STRG + B Text fett formatieren
STRG + I Text kursiv formatieren
STRG + U Text unterstreichen
STRG + ⇧ + P Rechtschreibprüfung
STRG + Z Rückgängig machen [Aktionen]
STRG + Y Wiederholen [Aktionen]
STRG + S Seite speichern
STRG + F Suchen [wenn markiert, dann markiertes]
STRG + G Weitersuchen
STRG + ⇧ + G Vorheriges suchen
STRG + H Suchen und ersetzen...
STRG + X Text ausschneiden
STRG + C Text kopieren
STRG + V Text einfügen
STRG + O Datei öffnen
STRG + W Datei schließen

Nachteile von SeaMonkey-Composer: veraltete Technik, Sicherheitsrisiken und begrenzter Modernität, da basierend auf der veralteten Gecko-52-Engine, keine Unterstützung für hochauflösende Bildschirme, Responsive Design wird nicht unterstützt, nur kleine, ehrenamtliche Entwickler-Community, evtl. aufgeblähter Code, Fehlersuche (Fehler im Code können schwer zu identifizieren sein), HTML Quelle hat kein Farbschema, kann beim Speichern den Orginalcode (stark) verändern. Folgend nun eine tabellarische Übersicht von SeaMonkey-Composer und dem momentanen Standard (Jahr 2026):

Technik / Thema SeaMonkey-Composer Standard (2026)
HTML-Version HTML 4.01 Transitional HTML5
Browser-Engine(s) Gecko-Engine, ältere Mozilla-Abstammung Blink (Chrome, Edge, Opera)
WebKit (Safari)
Gecko modernisiert (Firefox [Quantum/Servo-Technologien integriert])
UI-Technologie XUL Web Components / JS Frameworks
CSS Basis-CSS CSS3+, Flexbox, Grid
JavaScript klassisch ES6+, TypeScript
Architektur Single-Process, klassisch Multi-Process, GPU beschleunigt
Webbearbeitung HTML-Editor (WYSIWYG = What You See Is What You Get) IDEs / Frameworks / Code-Editor mit KI Unterstützung / moderner visueller Editor mit Live-Vorschau / Autovervollständigung / Git-Integration / Visual Studio Code gilt als Standard-Editor besonders für Webentwicklung
Einsatzgebiet einfache statische Websites (»Homepage«) komplexe Webprojekte und Web-Apps, Single Page Applications (SPAs)
Modernität veraltet; begrenzte Unterstützung für moderne Anforderungen von Websites Moderne Webentwicklung setzen auf obere Standards und sind somit aktiver Industriestandard
Zielgruppe User für einfache Websites, sowie schnelle visuelle Bearbeitung, fast ähnlich wie eine Textverarbeitung Webentwickler für responsive und moderne Websites, Web-Apps, komplexe Projekte

Tipp: SeaMonkey kann direkt im Composer-Modus starten: Im SeaMonkey Menü auf: Bearbeiten | Einstellungen | Erscheinungsbild gehen und die Option "SeaMonkey beim Start direkt im Composer zu öffnen" aktivieren. Weiterer Tipp: Wer den Composer oft nutzt, kann die Software z. B. über Tasturkürzel (bei mir ALT + 4 mit KDE Plasma 6) starten. Sehr praktisch.

Persönliche Erfahrungen: Immer wieder mal gerne für Weisheitswissen.de und anderes benutzt, aber als praktisches Hilfstool. Vereinfachung und schönes Arbeiten mit den Composer, den ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Mit graphischen WYSIWYG-Editoren (What you see is what you get) zu arbeiten, hat mir in meiner Windows und Mac Zeit durchaus sehr viel Freude bereitet (auch beim Lernen von Webdesign): Viele gute Erfahrungen gesammelt (und viel Geld für Lizenzen privat oder vom Arbeitgeber ausgegeben) mit z. B. Dreamweaver 3, 4 und MX von Macromedia (wurde später von Adobe übernommen). Schlechtere WYSIWYG-Editoren waren übrigens (für mich): Alle GoLive Versionen von Adobe, Microsoft Expression Web von Microsoft. Im Jahr 2007 wurde das Adobe-Produkt GoLive dann durch Dreamweaver CS3 (Version 9.0) im Rahmen der Adobe Creative Suite ersetzt. Übrigens, der WYSIWYG HTML-Editor Nvu war eine Idee vom CEO von Linspire, die einen einfach zu bedienenden WYSIWYG HTML-Editor für Linux-Benutzer wollten.

Fazit: Der SeaMonkey-Composer ist ideal für Nutzer (Anfänger oder Puristen), die eine kostenlose sowie eher einfache WYSIWYG-HTML-Editor Lösung suchen. Es eignet sich für wohl kleinere Projekte oder als Ergänzung zu anderen Tools (ist auch gutes Webdesign Lerntool).

Einige Alternativen (auch Profilösungen und kostenpflichtig) zu SeaMonkey Composer: Adobe Dreamweaver, Bluefish, BlueGriffon, Brackets, Pinegrow, Sublime Text und Visual Studio Code

Links
SeaMonkey & Mozilla deutsch Projekt
The SeaMonkey® Project
SeaMonkey | Wikipedia
Mozilla Application Suite | Wikipedia
KompoZer & NVU | Wikipedia
BlueGriffon | Wikipedia
GoLive | Wikipedia
Adobe Creative Suite | Wikipedia
Microsoft Expression Web | Wikipedia
Kommentar: Wieso die Zeit von SeaMonkey endgültig abgelaufen ist