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Argumente für Biokost

03.06.2013 | A. R. |

Bioprodukte

Biokost boomt aus guten Gründen.
Folgende Argumente sprechen für den Einkauf von Bio-Lebensmittel:

1) ein Plus an Geschmack
Abgesehen von geschmacklichen Neigungen, sind in Bio-Obst und Gemüse in der Regel, durch den niedrigeren Wassergehalt, Geschmacks-Aromastoffe konzentrierter vorhanden. Das fanden scheinbar auch Ratten, die lieber Bio-Karotten verspeisten.1

2) enthalten kaum Zusatzstoffe
In Bio-Lebensmitteln sind in etwa nur ein Zehntel der Zusatzstoffe erlaubt, die in konventionellen Produkten zum Einsatz kommen. Dies mindert das Risiko an z.B. Allergien zu erkranken erheblich.

3) mehr Vitamine und Mineralstoffe
Bio-Obst und Bio-Gemüse enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler Dr. Alberta Velimirov und Werner Müller nach Auswertung von 175 internationalen Studien über Bio-Lebensmittel.2

4) bekämpfen grüne Gentechnik
Der ökologische Landbau ist gegen den Einsatz der Risikotechnologie "grüne Gentechnik". Bio-Bauern handeln lieber, wie unsere Vorfahren, im Einklang mit der naturgegebenen Schöpfung. Auch die weitere Risikotechnologie "Nanomaterialien in Lebensmittel"3 spricht für Bio.

5) fördern die Bodenfruchtbarkeit
Im Bio-Boden haben Wissenschaftler bis zu dreimal mehr Mikroorganismen gefunden als in konventionellen Böden.4
Kurzum: Regenwümer wühlen lieber im Bioboden.

6) sind viel umweltschonender
Der Verzicht des ökologischen Landbaus auf Pflanzenschutzmittel oder künstliche Mineraldünger leistet einen aktiven Beitrag zum Naturschutz. Dadurch kann z.B. unser Grundwasser vor Pestiziden, Nitraten oder Phosphaten verschont werden. Ein weiteres Problem ist auch das Besprühen von Hunderten von Tonnen gefälschten, hochgiftigen und krebserregenden Pflanzenschutzmitteln auf konventionellen Äckern.5 Auch der vielfache Wechsel der Pestizidgruppen um die gesetzlichen Normen gerade noch einzuhalten ist eine gefährliche Entwicklung, der zum Bioanbau und zu deren biologischen Lebensmittel rät. Bio ist nachhaltiger und trägt zu mehr Artenvielfalt und Biodiversität bei. Auch der Wasserverbrauch ist geringer und die CO2 Bindung der humusreichen Böden (z.B. durch organische Düngung, vielseitige Fruchtfolgen) ist besser.

7) regional ist 1. Wahl
Gerade im ökologischen Landbau wird ein großer Wert auf einen regionalen, wie aber auch saisonalen, Verkauf gelegt. Bei etlichen Biobauern kann direkt am Hof, die selbst erzeugte Ware erworben werden.

8) weisen weit weniger Schadstoffe auf
Beim Bio-Obst und Gemüsebau wird auf chemische Pflanzenschutzmittel grundsätzlich verzichtet. Eine Studie von Greenpeace rät deshalb zu biologisch angebautem Obst und Gemüse.6
Übrigens, Bioprodukte haben zu Recht einen guten Ruf.7

9) stehen für artgerechte Tierprodukte
Eine Massentierhaltung, Tiere mit Medikamenten auf Höchstleistung getrimmt, vielfach eingesperrt auf engsten Raum - diese Grausamkeiten sind in der Biotierhaltung verboten bzw. besser für die Tiere geregelt. Krankheiten werden oft homöopathisch behandelt und vorbeugende Antibiotika sind nicht erlaubt. Bei großen Bio-Agrarfabriken könnte aber dieser Vorteil geringer ausfallen.

Es gibt noch etliche weitere Gründe für Bio-Kost wie z.B. die Schaffung sinnvoller Arbeitsplätze, die optimale Nahrung für Schwangere und Babys (wegen Pestizidproblem, noch unausgebildete Blut-Hirn-Schranke etc.), die wesentlich strenge Überprüfung usw.

Die Nachteile wie erhöhter Preis, mehr Lebensmittelinfektionen (der Autor hatte noch keine und scheinbar viele andere auch nicht, sonst würde diese Branche nicht Milliarden umsetzen), Kupfer als Bio-Pflanzenschutzmittel, die generelle Umweltverschmutzung, Bio-Agrarfabriken, sowie möglicher Biowarenbetrug (die "Schwarze Schafe", die aber früher oder später durch das Kontrollsystem auffallen) können, aus meiner Sicht, nicht die emensen Vorteile aufheben.

Das bedeutsamste Argument gegen Bio-Produkte ist der oft höhere Preis. Dieser Nachteil kann z.B. durch Verzicht auf Fleisch, Essen nach ursprünglicher Magengröße (= ca. 2faustgross), Einkauf preisgünstiger Biowaren (z.B. Getreide, Nuddeln, saisonale Ware etc.), einlegen von Fastentagen, Fasten am Abend, Kochen von günstigen Gerichten usw. wettgemacht werden.

Am Schluss ein wichtiger Hinweis:
Ob, wir Biolebensmittel verspeisen oder nicht, grundsätzlich sollten wir unsere Nahrungsmittel segnen. Diese Erkenntnis ist (aus meiner Sicht) eine Folgerung aus der Quantenphysik, die lautet: "Unser (Beobachter-) Bewusstsein schafft unsere Realität!"

Weiterer Hinweis: Wir sollten uns auch bewusst machen, dass es eigentlich keine Materie gibt. So kann es auch leichter verständlich sein, das die Energie der Nahrungserzeuger (z.B. frustriert da unterbezahlt, eine liebevolle Zubereitung, eine hektische Zubereitung etc.) mit in das Lebensmittel fließt. Das ist auch der Grund das es oft bei Mutter am besten schmeckt (da mit Liebe gekocht). Prentice Mulford formulierte dies so: "Kein bleibender Gewinn kommt von Gaben, bei denen nicht das Herz mitgeht, die dem Geber nicht restlose Freude bereiten! Weil mit der Gabe noch etwas Unsichtbares mitgeht, das weit wertvoller ist als diese selbst. Es ist der Gedanke, der sie begleitet und dem Empfänger Wohl oder Wehe bringt."

Bio mag seine Qualität haben, ich finde aber, sein Obst und Gemüse selbst anzubauen, weist besondere Vorteile auf, wie, z.B.: Bestimmung der Sortenwahl sowie des Erntezeitpunktes, persönliche Kontrolle, eigene Energie, (evtl.) Geldersparnis sowie frische und lichtvolle Nahrungsmittel (z.B. einen gesonnten Apfel vom Baum essen oder einen Salat nach einem kurzen Regen ganz frisch verzehren).

Lesetipps:
· Simonsohn Barbara: Warum Bio? Gesunde Pflanze, gesunder Mensch.
· Rosa Wolff: Arm aber Bio! Mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen.
· Fred Grimm: Shopping hilft die Welt verbessern: Der andere Einkaufsführer.
· Felix Prinz zu Löwenstein: FOOD CRASH: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr.

Einzelnachweise:
1 Zeitschrfit Natur + Kosmos 3/2006, Seite 59
2 Zeitschrift VITAL 6/2005, Seite 80 + 81
3 Nanoproduktdatenbank
4 Quarks & Co - Bioware ... (PDF-Dokument)
5 Vor Ort - Die Reportage Gefahr auf dem Acker - Gefälschte Pestizide. Eine BR Sendung mit Sabina Wolf.
6 Greenpeace - Pestizide
7 Laut des Ökomonitoring-Berichtes 2011 weist Bioobst und -gemüse im Vergleich zu konventionellen Waren im Schnitt einen 180-fach (!) niedrigen Gehalt an Pestiziden auf. Nur fünf Prozent der Biowaren enthielten Rückstände an Pflanzenschutzmittel. Die Öko-Qualität stimme auch ganz besonders auf Hinblick zu gentechnischen Verunreinigungen oder Schimmelgiftpilzen. (Quelle: Dingolfinger Anzeiger, Seite 3, 19.6.2012)

Links:
Quarks & Co - Bioware und konventionelle Produkte (PDF-Dokument)
Bio-Lebensmittel – Wikipedia.de
Bundesverband für Naturkost Naturwaren


 
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