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Spiel des Lebens

29.03.2026 | A. R. |

Ein Fussballspiel dauert 90 Minuten plus Nachspielzeit. Ein Spieler kann vorzeitigt ausgewechselt werden (auch Topspieler), auch kann es in bestimmten Umständen eine Verlängerung für die Spieler geben. Ein menschliches Leben könnte auch mit 90 Jahren Lebenszeit angegeben werden. Manchmal wird man vorher ausgewechselt (zurück in die geistige Welt) und manchmal gibt es für die »normale« Lebenszeit eine Verlängerung. Die Hunderjährigen lassen grüßen. Hier wird also Fussballspiel (mein Lieblingssport) und menschliche Lebenszeit verknüpft. Außerdem werden Lebensweisheiten sowie spirituelle Erkenntnisse wiedergegeben. Folgend nun eine Tabelle der Lebenszeit:

Jahre
Thema
Lernchancen
Fragen
Zitate
0 – 9 Jahre
Die Offenbarung des Staunens
Entdecken, Vertrauen, Spielen
Die Welt ist neu und fast grenzenlos. Das Kind lernt, dass Sicherheit im Vertrauen entsteht. Freude am Entdecken legt den Grundstein für Neugier und Mut.
Fragen: Was erfüllt mich mit Staunen? Habe ich das Urvertrauen, dass alles, was ich wirklich brauche, im richtigen Moment zu mir kommt?
„Das Staunen ist der Anfang der Erkenntnis.“ – Aristoteles (384–322 v. Chr.)
„Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen.“ – Maria Montessori (1870–1952)
10 – 19 Jahre
Der Aufbruch zur Identität
Rebellion, Selbsterkenntnis, Zugehörigkeit
Das Ich erwacht, manchmal laut. Es sucht Grenzen, Anerkennung und Sinn. Aus der Reibung entsteht Richtung.
Fragen: Wer bin ich, wenn niemand zuschaut? Wie authentisch bin ich? Auf einer Skala von 1 bis 10. Zehn ist Höchstwert.
„Wege, die man nicht geht, wachsen zu.“ – Spruchweisheit
„Kein Mensch war ohne Bedeutung geboren.“ – Montesquieu (1689–1755)
20 – 29 Jahre
Das Jahrzehnt des Aufbruchs
Entscheidungen, Verantwortung, Liebe
Es ist die Zeit des Wollens und Tuns. Mut wird zur Währung – für Beruf, Beziehung, Lebensform. Hier beginnt die Gestaltung der eigenen Biografie.
Fragen: Was ist zu tun, um meine Lebensträume zu erfüllen? Welche Sache wollte ich schon immer einmal machen?
„Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.“ – Arthur Schopenhauer (1788–1860)
„Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ – Franz von Assisi (1181–1226)
30 – 39 Jahre
Die Zeit des Gestaltens
Familie, Beruf, Verantwortung
Verpflichtungen nehmen Form an. Es geht um Balance zwischen Ideal und Alltag, zwischen Ich und Wir. Die Kunst besteht im bewussten Weiterbauen.
Fragen: Welche Lebensmission habe ich zu erfüllen? Wie kann ich mein Glück machen?
„Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“ – Albert Einstein (1879–1955)
„Man muss sein Glück teilen, um es zu multiplizieren.“ – Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916)
40 – 49 Jahre
Das Jahrzehnt der Erkenntnis
Reflexion, Sinn, Neuorientierung
In der Mitte des Lebens tauchen oft Fragen auf: Woher, wohin, wozu? Wahrheit wird wichtiger als Glanz, Tiefe kostbarer als Tempo.
Fragen: Welche Wahl habe ich im Leben? Was sollte ich ausleben?
„Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ – Antoine de Saint‑Exupéry (1900–1944)
„Was sagt dein Gewissen? Werde der, der Du bist.“ – Friedrich Nietzsche (1844-1900)
50 – 59 Jahre
Das Jahrzehnt der Ernte
Erfahrung, Weitergabe, Gelassenheit
Früchte des Lebens werden sichtbar – im Werk, in Beziehungen, in Einsicht. Erfolg verliert Glanz, Sinn gewinnt Gewicht
Fragen: Wenn ich mein Leben überprüfe, im Sinne von »Möge alles in Liebe geschehen«, wie sähe dann diese Überprüfung für mich aus? Welche Hinweise und Zeichen erhalte ich vom großem Leben?
„Der ist wahrhaft weise, der nur ein Wort kennt: Liebe.“ – Birgitta von Schweden (1303–1373)
„Wer dem Großen in sich folgt, wird groß. Wer dem Kleinen in sich folgt, wird klein.“ – Mengzi (um 370 v. Chr.; † um 290 v. Chr.)
60 – 69 Jahre
Der Neubeginn der Freiheit
Loslassen, Wandel, Selbstfürsorge
Nach Jahrzehnten des Gebens darf man das Leben neu betrachten – leichter, bewusster, spielerischer. Der Blick weitet sich vom Müssen zum Dürfen.
Fragen: Kann ich die Dinge einfach geschehen lassen und mich dem Strom des Lebens anvertrauen? Wie kann ich mich und den Alltag verwandeln?
„Gib jedem Tag neu die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ – Mark Twain (1835–1910)
„Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.“ – Lucius Annaeus Seneca (1– 65 n. Chr.)
70 – 79 Jahre
Die Zeit der Einfachheit
Weisheit, Genügsamkeit, Frieden
Die Welt wird zugleich kleiner und reicher. Man lernt, das Wesentliche vom Überflüssigen zu unterscheiden und Schönheit im Kleinen zu sehen.
Fragen: Wie kann ich mein Leben vereinfachen und das Wesentliche stärken? Wovon habe ich Zuviel und wovon habe ich Zuwenig?
„Vergiss nicht - man benötigt nur wenig um ein glückliches Leben zu führen.“ – Marc Aurel (121–180)
„Vereinfacht die Dinge, das erleichtert das Leben.“ – Henry David Thoreau (1817–1862)
80 – 89 Jahre
Die Zeit des Rückblicks
Frieden, Dankbarkeit, Loslassen
Erinnerungen werden zu Geschichten, Geschichten zu Sinn. Rückblick wird zur Feier des Gewesenen – und zur Versöhnung.
Fragen: Was sind die kleinen und großen Glücksmomente meines Lebens? Wofür sollte ich dankbar sein?
„Dem Weisen schmecken die Dinge so, wie sie sind.“ – Sprichwort
„Das was ist, ist.“ – William Shakespeare (1564–1616)
90 – 99 Jahre
Das Jahrzehnt der Stille
Präsenz, Sein, Freude im Augenblick
Worte werden weniger, Erfahrung tiefer. Leben reduziert sich auf Dasein – in seiner reinen Form.
Fragen: Kann ich Achtsamkeit als Geschenk begreifen und mir dieses Geschenk oft gönnen? Was macht mich selig?
„Der gegenwärtige Augenblick ist stets voll unendlicher Schätze.“ – Jean Pierre de Caussade (1675–1751)
„Jeder Augenblick hat eine besondere Botschaft“ – Hazrat Inayat Khan (1882–1927)
100 – 109 Jahre
Die Geschenkzeit
Dankbarkeit, Demut, Vollendung
Jeder Tag ist Gnade. Zeit wird zum kostbaren Stoff, nicht mehr zur Maßeinheit. Sein ersetzt Werden.
Fragen: Bin ich mir bewusst, dass alles, was mir begegnet ein Geschenk des großen Seins namens Gott ist? Wann fühle ich mich eins mit dem Ganzen?
„Wenn das einzige Gebet, das du in deinem Leben sprichst, » Danke«, hieße, das wäre genug“ – Meister Eckhart (1260–1328)
„Leben ist nicht genug. Sonne, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.“ – Hans Christian Andersen (1805–1875)
110 – 119 Jahre
Der Übergang
Hingabe, Vollendung, Stille
Der letzte Abschnitt ist nicht Ende, sondern Öffnung für die geistige Welt.
Fragen: Welche Einstellung lässt mich ruhig und entspannt werden? Bin ich mir bewusst, dass ich ein spirituelles Wesen bin, das eine menschliche Erfahrung macht?
„Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt.“ – Herman Melville (1819–1891)
„Die Ewigkeit zu erkennen: das ist Weisheit.“ – Laozi (im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt)

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